Bildungsurlaub Fotografie: Industriekultur an der Völklinger Hütte
Eine Woche an einem UNESCO-Weltkulturerbe im Saarland. Industriefotografie zwischen Geschichte, Rost und Licht.
Die Völklinger Hütte
Stillgelegt 1986. Seit 1994 UNESCO-Weltkulturerbe. Eine der wenigen vollständig erhaltenen Eisenhütten aus der Blütezeit der Schwerindustrie.
Hochöfen, Gichtbühnen, Gebläsehallen. Sechs Kilometer Besucherwege durch eine Industriearchitektur, die ihre eigene Sprache spricht. Rost, Patina, Verfall – aber auch Monumentalität und eine Ästhetik, die man so nur hier findet.
Kein inszenierter Lost Place. Sondern ein Ort, der Industriegeschichte greifbar macht.
Industriefotografie mit Tiefgang
Wir fotografieren nicht „coole Motive“. Wir setzen uns damit auseinander, was Industriekultur bedeutet – historisch und visuell.
Wie fängt man die Dimension dieser Anlagen ein? Wie arbeitet man mit dem Licht in Hallen, die für Fotografie nie gedacht waren? Wie erzählt man durch Bilder die Geschichte eines Ortes, der für Tausende Menschen Arbeit, Leben, Identität war?
Wir arbeiten mit verschiedenen Brennweiten und Perspektiven. Weitwinkel für Architektur, Details im Fokus, Langzeitbelichtungen für Stimmung. Technische Grundlagen klären wir vor Ort – Stative sind hier sinnvoll, aber kein Muss.
Was du lernst
Lichtführung und Bildgestaltung
Industriearchitektur ist anspruchsvoll. Kontraste, Schatten, Gegenlicht. Wir arbeiten daran, wie du mit schwierigen Lichtverhältnissen umgehst – und sie für deine Bilder nutzt.
Bildauswahl und Bewertung
An einem Ort wie der Völklinger Hütte entstehen hunderte Bilder. Die Kunst ist, die „richtigen“ zu erkennen. Wir machen Bildbesprechungen – ehrlich, konstruktiv, mit Blick darauf, was funktioniert und warum.
Stimmung und Erzählung
Ein gutes Bild zeigt nicht nur „etwas“. Es erzählt. Wir arbeiten daran, wie du durch Bildgestaltung eine Geschichte transportierst – ohne Text, ohne Erklärung.
Für Einsteiger und Fortgeschrittene
Du brauchst eine Kamera mit manuellen Einstellmöglichkeiten – keine Handykamera. Allerdings musst du kein Profi sein. Wir arbeiten in einer kleinen Gruppe (maximal 15 Personen) und holen dich dort ab, wo du stehst.
Ob du zum ersten Mal Industriearchitektur fotografierst oder schon Erfahrung hast: Hier gibt es neue Perspektiven, neue Herausforderungen, neue Möglichkeiten.
Das Dozententeam
Angelika Zwick und ich bringen zusammen über 30 Jahre Erfahrung in beruflicher Fotografie und Erwachsenenbildung mit. Unterschiedliche fotografische Hintergründe, aber die gleiche Haltung: Fotografie, die von innen kommt, nicht von außen diktiert wird.
Ein Teilnehmer formulierte es mal so: „Empathie trifft Kompetenz.“ Das trifft es ganz gut. Wir holen dich dort ab, wo du stehst – fotografisch und menschlich.
Praktisches
Unterkunft: Einzelzimmer
Verpflegung: Frühstück
Gruppengröße: maximal 15 Personen
So kannst du dich auf die Fotografie konzentrieren, ohne dich um organisatorische Details kümmern zu müssen.
Anmeldung
Dieser Bildungsurlaub ist nach dem Niedersächsischen Bildungsurlaubsgesetz, in Nordrhein-Westfalen und weiteren Bundesländern anerkannt. Dein Bundesland ist nicht dabei? Die Anerkennung in noch fehlenden Bundesländern kann auf Wunsch beantragt werden.
Fragen hierzu bitte direkt an den Bildungsträger stelle, da ich nicht in die Organisation involviert bin.
Die Woche kann selbstverständlich auch ohne Bildungsurlaubsanspruch gebucht werden.
Deine Anmeldung richte bitte an Arbeit und Leben über den Button unten.
